Overpopulation Awareness is the website of Stiftung Der Klub der Zehn Millionen

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Die Welt ist für uns zu klein

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Freitag, 05 März 2010 16:46

Lemminge mit einem Pass

Prof. Dr. Ir. R.A.A. Oldeman, Ehemaliger Professor der WU (Universität) Waldanbau & Waldökologie
 
Das Wort Überbevölkerung wird ganz oft locker angewandt mit dem Gedanken, dass jeder weiβ, was damit gemeint ist. Jedermann weiβ das allerdings auch, aber leider weiβ jeder etwas
anderes. Es herrscht eine Sprachverwirrung. Der Begriff wird hier darum offen geschnitten um zu sehen, was drin ist.
 

Bevölkerungskurven

In der Schule lernten wir, dass die Welt bis Napoleon, sagen wir mal bis zum Jahre 1800, sehr dünn bevölkert war, mit einer danach stets schneller wachsenden Bevölkerung. Von Schätzungen, sowie die von dem alten Griechen Xenophon, über die persische Armee mit hunderttausend Soldaten, teilte man uns mit, dass die primitiven Griechen nicht gut zählen konnten. Dieses Urteil war allerdings falsch.
 
Eine Studie von Jean-Charles Pichon (1973) deutet daraufhin anderem auf antike, dass es im 3. Jahrhundert nach Christus eine Weltbevölkerung von etwa 3 Milliarden Menschen gab und stützte sich dabei unter anderem auf antike Volkszählungen aus Rom und China. Laut Historikern so wie Montesquieu (aus dem achtzehnten Jahrhundert) gab es ebenso viele um 1100. Danach schrumpfte die Bevölkerung dramatisch. Im Jahre 1580 gab es nur noch 400 Millionen. Das stieg wieder langsam an. Die religiösen Ermahnungen zu Kinderreichtum stammen aus den Zeiten nach dem Schwarzen Tod, Missernten, Bränden und Kriegen. Erst nach 1930 wurden die 3 Milliarden wieder erreicht.
 
Die Bevölkerungskurve ist in Wirklichkeit eine Sägezahnkurve. Zeiten des Wachstums zum Höhepunkt und dann Stabilisierung wechseln sich immer häufiger mit einem Zusammenbruch nach niedrigen Werten ab.
 
Die Forstwissenschaft beweist dieses auch. In dem letzten Jahrtausend ist überall wohl irgendwo abgeholzt worden. In Südamerika, zum Beispiel, liegen Holzkohlschichten auf verschiedenen Tiefen unter dem Urwald. Auβerdem ist der durch Mensch ungeschundene Wald ein Aberglaube.
 
Geburten, Blütezeiten und Niedergänge von Zivilisationen gehen Hand in Hand mit der Bevölkerungsanzahl. In Zeiten von starkem Wachstum rühmen Menschen ihre wissenschaftlichen Kenntnisse und Techniken (Ägypten, ca. 2000 vor Christus, Ägypten und Griechenland um das Jahr O, auch unsere Zeit). Nach einer erst stabilen und dann zusammengebrochenen Bevölkerung folgen religiöse Zeiten/Perioden. Eine Zeit des Falles ist dunkel und katastrophal für die Menschen. Selbst lange Zeit danach wollen sie nichts von diesem dunklen Mittelalter wissen.
 
Dies ist das Gerüst für unser Streben nach 10 Millionen. Jeder Niederländer, dem dieses nicht bewusst wird, ist ein Lemming mit einem Pass. Unser Volk nähert sich dem Spitzenzahn der Sägezahnkurve. Der Glaube an einfache Wachstumskurven und die Beherrschung der Kultur
nützen uns nichts. Es ist ein Aberglaube.
 
Die Sägezahnkurve der Bevölkerungszahlen ist unumgänglich
Sägezahnkurven kommen in allen natürlichen Pflanzen- und Tierpopulationen vor. Dennoch glauben viele Menschen, dass die Bevölkerungszahlen in der Natur gleichbleibend sind. Dieser Aberglaube beruht teilweise auf bittere kollektive Erinnerung an das groβe Sterben vor einigen Jahrhunderten. Dadurch ist entweder die wachsende oder die stabile Bevölkerungsanzahl zur Norm geworden, obwohl dieses auf keinerlei Fakten beruht/ gestützt ist.
 
In den Naturparks füttert man im Winter die Tiere, wodurch eine natürliche Schrumpfung des Bestandes von Hirschen oder Schweinen nach einem strengen Winter ausbleibt. Darüber hinaus ist die Jagd verboten um Sägezahnkurven zu vermeiden. Bei Pflanzen verhindert man die Populationsschrumpfung vor allem bei Nahrungsgewächsen. Weniger Gewächse bedeutet nämlich Hungersnot und Sterben bei der menschlichen Bevölkerung. In den Jahren 1845-1847 vernichtete nämlich die Kartoffelkrankheit die gesamte irische Kartoffelernte. Die Bevölkerung zählte im Jahre 1841 noch 8,2 Millionen Seelen. Beinahe die Hälfte starb und ein Viertel wanderte nach Amerika aus. Im Jahre 1976 betrug die Bevölkerung noch immer nur 4,4 Millionen.
 
Das oben Beschriebene illustriert menschliche Misswirtschaft bei Zusammenballung von Tieren und die fürchterlichen Folgen bei Missernten. Tiersorten mit groβen, schönen Augen appellieren an das menschliche Gefühl. Die übermäβige Protektion beruht auf gar keinem zutreffenden Argument. Manche Sorten wuchern sogar jetzt noch stärker, so wie unsere Füchse und Krähen. Andere werden weniger, so wie unsere Haussperlinge. Der Schutz von Pflanzen und Tieren, der an sich dringend nötig ist, arbeitet sich auf die heutige Art und Weise selbst entgegen.
 
Zwei auβerordentliche Ursachen von menschlichen Bevölkerungsproblemen sind Sentimentalität und Angst. Die verborgene panische Angst vor Hungersnöten bleibt stark ausgeprägt bei den Überlebenden des Hungerwinters. Darüber hinaus identifizieren wir uns aus Sentimentalität mit verschiedenen Tierarten. Jedoch werden andere Arten grundlos verabscheut. Es gibt keinen Tierschutzverband für Nattern / Vipern und auch keinen Schutzverband für die meisten Pflanzensorten, wohl für den Rothirschen. Angst und Sentimentalität sind schlechte Ratgeber. Sie unterscheiden sich von ihren üblichen Gegenpolen, Weitsichtigkeit, Liebe und Respekt vor allem was lebt, Menschen inbegriffen.
 
Menschliche Bevölkerungen, andere Bevölkerungen, Überbevölkerungen
Gerade in Kriegszeiten werden die meisten Erfindungen gemacht. Computer wurden aus den Richtmaschinen der allierten Flakgeschütze hervorgebracht. Die Angst vor dem Hunger ist ein starkes Motiv um der grausamen Natur den Krieg zu erklären, sie zu zähmen und uns dadurch dauerhaft zu ernähren. Darwins Kampf ums Leben (struggle for life) stellt kriegssüchtiges menschliches Denken dar, nicht die natürliche Evolution.
 
Menschliche Nutzung von Land ist Krieg. Alles, was direkt nützlich ist, kann erobert und unterworfen werden, der Rest ist unwichtig, es sei denn es bewegt uns. Allerdings bezieht sich der Ausdruck Krieg auf Bevölkerungen und nicht auf Personen. Demnach gibt es einen prinzipiellen Unterschied zwischen Mord, wofür ein Individuum verantwortlich ist und dem Töten im Kriegszustand, laut dem Kollektiv ein Beschluss um die normalen Verbote zeitweise einzufrieren. Das geschieht selten, nämlich wenn eine Bevölkerung, deren Existenzgrundlage von allen Mitgliedern gehört, grundlegend bedroht wird. Die Triebfeder ist wiederum Angst. Die niederländische Sprache ist die einzige europäische Sprache, die ein abscheuliches Wort für das Sterben im Krieg kennt, „sneuvelen“ oder „sneven“ umkommen im Krieg oder im Krieg fallen.
 
Es ist kein Zufall, dass die Niederlande seit 1945, beim Erreichen der zehn Millionen Grenze, eine führende Rolle in der weltweiten Produktionserhöhung der Landwirtschaft spielen. Der Name Mansholt ist dafür ein Symbol. Obendrein kann es kein Zufall sein, dass mit der Intensivierung der Landwirtschaft in der Welt die „natürlichen“ Forstgebiete, Baumsteppen. Steppen und Meere anfingen abzusterben.
 
In einer menschlichen Gesellschaft ist das bloβe Überleben kein Ziel an sich. Internationale Hilfe beschränkt sich auf „Unterkunft/Bleibe, Brot und Kleidung“ und wird oft als beleidigend erfahren. Äuβerungen des Denkens in Musik, Architektur, die feine Küche sind menschlich. Essen, Fortpflanzung und Schlafen teilen wir mit den Tieren. Die Annäherung an die Sägezahnspitze in der Kurve bedeutet erst einmal eine Bevölkerungszunahme, wobei Talent und Wohlstand zunehmen. Waffen werden erfunden. So arbeitete Gallilei seinerzeit in einem Waffenlager. Er entdeckte den Verlauf der Planeten durch einen Vergleich mit Kanonenkugelbahnen.
 
Die erste Lösung des Bevölkerungsproblems ist die Eroberung des Landes um die eigenen Menschen zu verteilen (der berüchtigte „Lebensraum“ der Nazis). Dies führte zu einer Völkerwanderung und Besiedelung. Je näher man an den Rand des Sägezahnes gelangt, verhindern die natürlichen Gegebenheiten eine Weiterentwicklung. Dann sind die Erfindungen vor allem auf die Intensivierung der Produktion des verfügbaren Bodens gerichtet. Wenn diese ihre Grenze erreichen, dann kommt es oft zu Kriegen, mit Erfindungen von verfeinerten Waffen. Manchmal handelt es sich um Bürgerkriege, wobei sich die Bevölkerung von innen heraus reduziert, so wie zum Beispiel bei Pol Pot.
 
Überbevölkerung beruht auf die Beziehung zwischen drei Dingen, nämlich der Bevölkerungszahl, der Oberfläche des verfügbaren Bodens und der Wunschliste der Bevölkerung, bestimmt durch die örtliche Zivilisation und der dementsprechenden historischen Epoche.
 
In den Niederlanden ist die Sägezahnproblematik nur allzu deutlich. Dilemmas wechseln sich durch Kriegs-oder Schaffensperioden ab. In der kollektiven Erinnerung sind die letzten „goldene Zeiten“ oder „Jahrhunderte“. Nunmehr kann das nationale Gebiet nicht mehr durch Eroberungen zunehmen. Ebenso wenig gibt es noch viel Dehnungsmöglichkeiten durch eine weitere Steigerung der nationalen Produktivität. In gewissem Sinne wohnen wir auf einem wirklich stinkenden Misthaufen. „Kultursteppe“ nannte jemand unsere meist vorkommende Landschaftsform. Der gesamte niederländische Wald ist von Menschenhand angelegt worden. Nur wenige Wäldchen entstanden zufälligerweise von selbst in den Oostvaarders- und Lepelaarsplassen (Seeengebiet).
 
Sicherlich wir leben in einer goldenen Zeit, reich an Gedanken und Erfindungen. Aber in den Niederlanden erreicht das Gebiet und die Nutzung des Bodens die Grenze ihrer Möglichkeiten. Nur die Bevölkerungszahl ist vielleicht noch beeinflussbar. Heutzutage schwelt ein interner, kriegsähnlicher Zustand, wobei sich immer mehr Menschen zu Tode saufen, spritzen oder einander sinnlos tot treten, eine primitive Antwort auf die Lemminge mit dem Pass.
 
Der eigentliche Pass des Lemming
Die Revolution von 1968 hat die alten Strukturen und Ideen gesprengt. Diese konnten die weltweit veränderten Gesellschaftsformen nicht länger mehr ordentlich steuern, vor allem wegen der beschränkten Bodenoberfläche und dem Wucherwachstum der Bevölkerung.
 
Der echte Pass von uns, den Lemmingen, sind wesentliche neue Lösungen für klassische Probleme. In den Niederlanden pflegt man erst einmal nach den Beschränkungen der Wunschzettel zu schauen. Dieses versandet allerdings. Wer will schon gerne sein Auto oder Segelboot abschaffen oder eine mangelhafte Krankenbetreuung akzeptieren? Sparmaβnahmen gelangen früher nur unter totalitären oder religiösen Herrschaften, so wie bei den chinesischen Kaisern oder den buddhistischen Mönchen. Das funktionierte oft Jahrhunderte oder Jahrtausende und war darum auch dauerhaft verdienstvoll.
 
Auf unserem Wunschzettel stehen jedoch mit Groβbuchstaben: Freiheit, Demokratie, Wohlbefinden, Wohlstand, Gerechtigkeit. Dieses kommt in der heutigen Gesellschaft als sehr unreif, also kontraproduktiv zum Ausdruck. Statt Geschenke der Niederlande an uns, sollten diese Kräfte der Motor zum guten Funktionieren der Niederlande werden. Das kann allerdings nur geschehen, wenn wir dies in den Kontext unserer Gesellschaft stellen.
 
Nicht länger „mein Recht bekommen“, sondern „gerecht sein und bekommen zur gleichen Zeit“. Nicht länger selbst reich sein wollen, aber sich für die Bürger eines wohlhabenden Landes einsetzen. Nicht länger „Sorge für mich bezahlen lassen“, sondern aus einer Selbstverständlichkeit heraus selbst füreinander sorgen. Nicht länger „meine Feiheit ist tun was ich will“, sondern unsere Freiheit, nämlich zusammenarbeiten für das was gut ist und getan werden muss und das den Besten anvertrauen.
 
Das Wort Korruption versteht jedermann, aber für niemanden bedeutet es dasselbe. Im Lateinischen bedeutet es Auflösung, Verwesungsprozess. Dies bezieht sich nicht auf Geld, aber auf das Absterben der Ehrlichkeit, der Fürsorglichkeit, Anteilnahme und solcher Dinge mehr. Im Obenstehenden wurde zunächst die korrupte Form erst eingesetzt und danach die lebende Form.
 
Fortschritt auf dem Weg weg von der Korruption, das bedeutet tote Ideen und Prozeduren zu einer erneuten und lebendigen Lebensart wird von sich aus Lösungen für die Bevölkerungsfrage mitbringen. Ein erster Schritt ist das Weiterdenken von Problemen um sie in die Schulbücher, auf CD’s und Websites aufzunehmen. Die heutige Schulgeneration wird das Bevölkerungsproblem in die Praxis umsetzen und lösen müssen. Mehr denn je ist ihre Erziehung zu denkenden und mitfühlenden Personen wesentlich um das Stadium von Lemmingen mit einem Pass zu überwinden.
 

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